"Ich hau dir vor die Fresse"

ArbG Mönchengladbach, Urteil vom 07.11.2012, 6 Ca 1749/12

 

In dem Rechtsstreit ging es um eine fristlose Kündigung. Diese hatte sich ein Mitarbeiter nach einer Betriebszugehörigkeit von 25 Jahren eingefangen. Er hatte - in Gegenwart von Kollegen - zu seinem Vorgesetzen gesagt:

 

„Ich hau dir vor die Fresse, ich nehme es in Kauf, nach einer Schlägerei gekündigt zu werden, der kriegt von mir eine Schönheitsoperation, wenn ich dann die Kündigung kriege, ist mir das egal“.

 

Dem Arbeitsgericht war diese klare Äußerung zu viel. Es bestätigte die fristlose Kündigung als wirksam. Kein Wunder. Der Mitarbeiter hatte mit seinen Worten den Vorgesetzten in „strafrechtlich relevanter Art und Weise bedroht“, so das Gericht. Zudem hatte er ein Jahr zuvor wegen der Bedrohung seines damaligen Vorgesetzen schon eine Abmahnung erhalten.