Kurzarbeit, Altersteilzeit, Insolvenzgeld: An die Steuer denken!

Viele Arbeitnehmer befassen sich derzeit mit der Steuererklärung für das vergangene Jahr.

Sofern Kurzarbeitergeld bezogen wurde, sollten die Besonderheiten beachtet werden. Zwar ist das Kurzarbeitergeld sozialabgaben- und steuerfrei. Trotzdem entfaltet es steuerrechtliche Wirkungen.

 

Zum einen erhöht das Kurzarbeitergeld bei der Steuerbemessung das zu versteuernde Einkommen (z.B. Arbeitslohn), wodurch dieses unter Umständen mit einem höheren Steuersatz belegt wird (sog. Progressionsvorbehalt). Als Folge können sich für den Arbeitnehmer erhebliche Steuernachzahlungen ergeben. Zum anderen führt der Bezug von Kurzarbeitergeld grundsätzlich zur sog. Pflichtveranlagung, d.h. es muss eine Einkommenssteuererklärung abgeben werden.

 

Ähnlich betroffen sind Arbeitnehmer in der Altersteilszeit hinsichtlich der Aufstockungsbeträge und die Bezieher von z.B. Insolvenzgeld, Krankengeld oder Arbeitslosengeld (§ 32b EStG).